Monika Zinnenberg
(Regisseurin)


Vita
Monika Zinnenberg wurde am 20.3.1950 in Lahde an der Weser geboren und begann ihre Film-Karriere nicht hinter, sondern vor der Kamera. Sie studierte Schauspiel an der Otto-Falckenberg-Schule in München und arbeitete insgesamt zehn Jahre in diesem Beruf. Zu sehen war sie in Filmen wie „48 Stunden bis Acapulco“ „Herrliche Zeiten im Spessart“ oder der bekannten Krimi-Serie „Der Kommissar“. Doch Monika Zinnenberg wollte lieber am gesamten Entstehungsprozess eines Films beteiligt sein. So sattelte sie um und ist seitdem voller Leidenschaft Regisseurin. Besonders liebt sie an ihrem Beruf das, was anderen Regisseuren oft zu stressig ist: Mit Kinder und Tieren zu drehen. Neben „Hallo Robbie!“ arbeitet sie parallel auch für die Serie „Unser Charly“ und hat zuvor viele Jahre lang die Kinderserie „Neues von Süderhof“ gedreht.
Filmografie
Seit 2002
Hallo Robbie! (Serie)
Seit 2001
Unser Charly (Serie)
2000
Klinikum Berlin Mitte – Leben in Bereitschaft (Serie)
1999-2000
Die Kinder von Alstertal (Serie)
1998
Heimatgeschichten (Serie)
1996
SK Babies (Serie)
1994-1996
Nicht von schlechten Eltern (Serie)
1993-1994
Briefgeheimnis (Serie)
Spurlos (Serie)
Geheimnis - oder was? (Serie)
1991-1997
Neues vom Süderhof (Serie)
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Interview
Energiebündel Monika ist mit Leib und Seele Regisseurin. Damit Ihr einmal einen Eindruck von der Arbeit hinter den Kulissen bekommt haben wir sie befragt, was denn ein Regisseur eigentlich macht. Wir durften Monika nach den Dreharbeiten im Schneideraum besuchen, in dem gerade eine fertig geschnittene neue Folge über den Bildschirm flackerte. Lest hier, mit welcher Liebe sie „Hallo Robbie!“ für Euch macht.
Was ist das Besondere an Deiner Arbeit bei „Hallo Robbie!“?
Robbie ist einfach ein faszinierendes Tier und allein deshalb ist es toll, mit ihr zu arbeiten. Sie sieht so jung und leicht aus, wie sie sich unter Wasser bewegt und schwimmt. Und wenn sie an Land geht, ist sie riesig und schwer und elegant und sieht aus wie eine glänzende Skulptur. Die Trainer haben die Seelöwen mit Liebe großgezogen, sie sind fast wie Kinder für sie. Manchmal schwimmen sie ganz weit auf die Ostsee hinaus, kommen aber immer wieder von allein zurück, weil sie einfach an Menschen gewöhnt ist.
Toll sind die Unterwasseraufnahmen: Roland Duss geht mit dem Unterwasserkameramann unter Wasser und zeigt Robbie, was sie machen muss. Die erste Sache war zum Beispiel so ein Schuh, den vergrub Roland im Sand, so dass da nur die Spitze rausguckte. Dann schwamm er wieder nach oben, und vom Schiff aus rief er dann Robbie „Go!“ zu und sie holte den Schuh nach oben. Und so bringt sie auch Menschen wieder nach oben, die brauchen dann nur ihre Arme um Robbie zu legen und ganz vorsichtig zieht sie sie dann durchs Wasser.
Und der kleine Quax, der Hund von Räucheroskar, der kann richtig auf Robbie drauf stehen, wenn das Wasser nicht so tief ist und dann ziehen die Beiden wie ein Pfeil durchs Wasser. Robbie weiß dann, dass sie erst nach zwanzig Metern einen Fisch bekommt. Nach der Strecke taucht sie dann plötzlich ab und der Hund fliegt noch drei Meter weiter, landet im Wasser und paddelt dann ganz fröhlich vor sich hin und beide freuen sich. Quax frisst übrigens genauso gerne Fisch wie Robbie. Wenn sie ihren Fisch kriegt, steht der Kleine auch schon da, macht Männchen wie ein kleiner Zirkushund.
Was macht eine Regisseurin eigentlich?
Vor dem Dreh stoppe ich das Drehbuch, damit die Länge der einzelnen Folgen stimmt und gehe in die Buchbesprechung. Dann mach ich ein so genanntes Storyboard, das heißt ich zeichne jede Einstellung und arbeite alles dramaturgisch einmal durch. Das ist eigentlich die Vorbereitung für die Regie. Und dann kommst Du morgens an den Drehort und es gucken Dich dreißig Leute an und dann sagst Du: „Die Kamera bitte dahin, da und da und da“ - und dann geht’s los.
Wenn Du sagst, Du stoppst das Buch, was bedeutet das?
Ich nehme mir die Stoppuhr und spreche alle Szenen einmal durch. Dann sag ich also: „Das Auto fährt am Hof vorbei, hält an, der Schauspieler steigt aus, und sagt: „Hallo Robbie!“. Dann weiß ich, wie lang die Szene wird. Das ist dann vielleicht eine Minute dreißig. Durch jahrelange Erfahrung komme ich fast immer auf die Sekunde genau hin.
Machen die Schauspieler immer das, was Du sagst?
Wenn ein Schauspieler von sich aus etwas anbietet, gucke ich mir an, ob es zu dem passt, was ich mir vorgestellt habe. Wenn nicht, muss man ihn überzeugen. Ich habe das große Glück, dass ich selbst zehn Jahre Schauspielerin war. Ich war auf der Falckenberg, einer der besten Schauspielschulen. Und dadurch habe ich natürlich ein Gefühl dafür, was ein Schauspieler von mir braucht.
Was macht eine Regisseurin eigentlich?
Vor dem Dreh stoppe ich das Drehbuch, damit die Länge der einzelnen Folgen stimmt und gehe in die Buchbesprechung. Dann mach ich ein so genanntes Storyboard, das heißt ich zeichne jede Einstellung und arbeite alles dramaturgisch einmal durch. Das ist eigentlich die Vorbereitung für die Regie. Und dann kommst Du morgens an den Drehort und es gucken Dich dreißig Leute an und dann sagst Du: „Die Kamera bitte dahin, da und da und da“ - und dann geht’s los.
Wenn Du sagst, Du stoppst das Buch, was bedeutet das?
Ich nehme mir die Stoppuhr und spreche alle Szenen einmal durch. Dann sag ich also: „Das Auto fährt am Hof vorbei, hält an, der Schauspieler steigt aus, und sagt: „Hallo Robbie!“. Dann weiß ich, wie lang die Szene wird. Das ist dann vielleicht eine Minute dreißig. Durch jahrelange Erfahrung komme ich fast immer auf die Sekunde genau hin.
Machen die Schauspieler immer das, was Du sagst?
Wenn ein Schauspieler von sich aus etwas anbietet, gucke ich mir an, ob es zu dem passt, was ich mir vorgestellt habe. Wenn nicht, muss man ihn überzeugen. Ich habe das große Glück, dass ich selbst zehn Jahre Schauspielerin war. Ich war auf der Falckenberg, einer der besten Schauspielschulen. Und dadurch habe ich natürlich ein Gefühl dafür, was ein Schauspieler von mir braucht.
Manchmal sagen Erwachsene „Also das ist unmöglich Monika, das kann ich nicht“, wie zum Beispiel einmal die Inge Meysel, viele werden sie nicht mehr kennen, die berühmte Schauspielerin, die sagte: „Was, ich soll die Straße hinuntertanzen? Nie im Leben!“. Da hab ich gesagt: „Soll ich es Dir mal vormachen?“ Und dann habe ich’s vorgemacht, und dann ist sie gleich hinterher getanzt. Und musst natürlich eine gewisse Leidenschaft besitzen, um den Schauspieler zu überzeugen, dass Du genau das von ihm möchtest. Da gibt es schon Diskussionen, das der eine sagt: „Nein, das habe ich mir so vorgestellt“, und dann sage ich „Lass uns mal gucken“. Film ist ja Teamarbeit und so macht das Spaß. Aber es ist Dein Film, also musst Du sehen, dass Du Deine Linie durchhältst.
Kindern spiele ich ein wenig vor, damit sie verstehen, wie ich es meine. Ich lasse sie durch die Kamera gucken, während ich ihre Position spiele, damit sie sehen, was sie nicht machen dürfen, um nicht aus dem Bild zu kippen. Oder warum man beispielsweise etwas nicht zu schnell vom Boden aufheben darf, weil sonst die Kamera so schnell nicht nachkommt. Wenn die Kinder rumtoben, sage ich: Streng dich an, Du ärgerst dich schwarz, wenn Du Dich hinterher im Fernsehen siehst und denkst: „Hätte ich mich nur mehr angestrengt, die Monika hat Recht gehabt.“
Bei Tieren ist es ganz einfach, die wissen, was sie zu tun haben. Roland oder Petra pfeifen einmal und sagen „Robbie!“ und dann macht sie alles. Sie ist sofort dabei, solange sie ihr Fischlein kriegt. Wenn sie allerdings satt ist, geht überhaupt nichts mehr. Ich werde nie vergessen: Allererster Drehtag, erste Einstellung mit Robbie. Die Trainer kamen mit ihrem Riesen-Fahrzeug mit einem Pool in der Mitte an, in dem Robbie immer zum Drehort gefahren wird. Wir hatten als Requisiten Kisten mit riesigen Schollen aufgebaut. Robbie bekommt ja immer nur kleine Heringe, damit sie nicht zu schnell satt wird. Robbie kam hin, guckte, guckte nochmal, schnupperte an dem Fisch und schmiss sich mit einer Brachialgewalt, so was hast Du noch nicht gesehen, über die großen Fische, schnappte sie sich und würgte so viele sie konnte hinunter, war satt und watschelte in ihren Pool zurück. An dem Tag lief mit ihr gar nichts mehr...
Machen Schauspieler auch manchmal Vorschläge für Textänderungen oder ihre Kostüme?
Immer, wir ändern ständig. Manchmal reicht es auch, wenn Du die Hälfte des Textes nimmst, weil das Gesicht eigentlich schon alles sagt. Oder wenn ich merke, die Situation hat sich verändert, der Schauspieler spielt anders. Das ist ein ständiger Arbeitsprozess, Hauptsache, die Geschichte und ihr Sinn bleiben gleich.
Machen Schauspieler auch manchmal Vorschläge für Textänderungen oder ihre Kostüme?
Immer, wir ändern ständig. Manchmal reicht es auch, wenn Du die Hälfte des Textes nimmst, weil das Gesicht eigentlich schon alles sagt. Oder wenn ich merke, die Situation hat sich verändert, der Schauspieler spielt anders. Das ist ein ständiger Arbeitsprozess, Hauptsache, die Geschichte und ihr Sinn bleiben gleich.
Modisch fließt schon manchmal ein Tränchen, wenn Leute sagen „Ja, aber ich seh’ doch so schön aus in dem Kostüm.“ Manches geht aber nicht, wenn es in fünf Jahren altmodisch ist, weil die Serie mit den Jahren ja auch wiederholt wird. Dann sagt jeder: „Oh Gott, was haben die denn an, Hosen mit einem Schlag, oder eine, die den halben Hintern runterhängt!“
Es gibt aber vorher eine Kostümprobe, die Schauspieler müssen sich ja wohl fühlen in den Kostümen. Ich sage auch oft: „Wenn Du eine alte Jeans hast, bring die mit.“ Denn gerade Jeans laufen sich ja so schwer ein. Oder eine alte Lederjacke, die kannst Du durch nichts ersetzen. Auch die Maske muss abgesprochen werden, damit die Leute sich nicht zu sehr verkleiden und dass die Frisuren nicht zu kompliziert sind. Denn zum Beispiel bei so tausend Zöpfen fragt sich doch der Zuschauer: „Wer hat im wahren Leben die Zeit dazu, das morgen zu machen?“ Du bist als Regisseurin permanent an allen Arbeitsschritten beteiligt, und das macht ja auch den Spaß aus.
Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Regisseurin und Kameramann?
Wir unterhalten uns zuerst über mein Storyboard und ich erzähle Mike, wie ich mir das Bild vorstelle. Dann macht er seine Vorschläge. Ich gebe ihm nur die Richtung vor - ob ich sehr nah sein möchte oder in der Totalen.
Wie funktioniert die Zusammenarbeit zwischen Regisseurin und Kameramann?
Wir unterhalten uns zuerst über mein Storyboard und ich erzähle Mike, wie ich mir das Bild vorstelle. Dann macht er seine Vorschläge. Ich gebe ihm nur die Richtung vor - ob ich sehr nah sein möchte oder in der Totalen.
Die Kunst des Kameramanns ist dann, das Bild zu kreieren. Viele Vorschläge, die von ihm kommen, nehme ich sofort. Es ist eine tolle Zusammenarbeit, es macht einfach Spaß, weil er auch so ein leidenschaftlicher Arbeiter ist. Für uns vergeht die Zeit im Fluge. Ich steh’ immer unter Dampf, das Team amüsiert sich schon immer, weil ich im Sommer wie im Winter im T-Shirt herumrenne, während die anderen eingemummelt sind und frieren. Ich bin so auf meine Arbeit fixiert, dass ich das gar nicht merke.
Ich kann auch nicht morgens mit einer Flappe kommen und sagen, ich habe Kopfschmerzen. Du musst jeden Tag motiviert sein und sagen: „Hallo, wie geht's? Fangen wir an, Kamera da hin!“ und schon läuft es. Dann ziehst Du alle mit, aber wenn Du durchhängst, hängt Dein ganzes Team durch. Wir müssen schließlich sechs bis sieben Minuten am Tag drehen, da muss alles gut klappen.
Sechs bis sieben Minuten – das hört sich ja ganz schön wenig an.
Ja, aber wenn das ein Profi hört sagt er: „Oh Gott, so viel?“ Du musst dir vorstellen: Wir drehen Film. Wir drehen ja nicht Video, wo das Licht und alles schnell geht. Wir müssen Licht setzen. Licht setzen heißt, Du hast drei Leute, den Oberbeleuchter und zwei Beleuchter, die diese riesigen Lampen aufbauen. Der Kameramann sagt genau, wo er das Licht haben will. Das dauert oft eine Stunde, bis alle gut aussehen und keine Ränder haben, bis die Frauen schön sind, und der Raum nicht so abgeklatscht aussieht, sondern so richtig schön mit Licht und Schatten. Währenddessen wird die Schauspielerin eine Stunde geschminkt. Und dann wird geprobt und und und. Und oft musst Du dreimal das Motiv wechseln. Das heißt, dreißig Leute packen alles ein, beladen alle Autos und fahren eine ganz schöne Strecke, Rügen ist ja riesig. Und Du bist natürlich vom Wetter abhängig. Also sind sechs bis sieben Minuten enorm viel.
Wie bist Du Regisseurin geworden?
Ich habe, wie gesagt, eine Ausbildung als Schauspielerin gemacht, aber ich fand immer eins so schade: Du kommst zum Set, hast zwei Drehtage und bist wieder weg. Und ich fand das Drumherum so toll. Und dann habe ich neu angefangen, habe alle Filme abgesagt und ein Praktikum gemacht: Vier Wochen Kamerawerkstatt, vier Wochen Kopierwerk und Continuity/Script gemacht. Nebenbei hab ich zwei Büros geputzt, damals gab’s ja kein Geld für ein Praktikum. Und dann hatte ich das Glück, gleich zwei Regisseure zu treffen, die gesagt haben: „Die nehmen wir als Assistentin.“ Und dann hab ich sieben Jahre lang Assistenz gemacht. Ich sage den jungen Leuten immer, wenn sie zum Film wollen: Man muss dafür brennen. Ich hab zwanzig Jahre fast kein Geld gehabt, immer mit null angefangen. Aber wenn Du den Beruf liebst, ist das das Tollste.
Und was würdest Du jungen Leuten, die sich für den Regieberuf interessieren, noch raten?
Ich rate oft dazu, mit einem Praktikum zu beginnen. Bei manchen Praktikanten siehst Du das Talent sofort. Wir haben einen Kamera-Assistenten bei uns ausgebildet, der hat 2000 bei uns als Material-Assistent angefangen - das ist der zweite Assistent, der den Film wechselt, die Kameras putzt, alles hinhält, macht und tut. Der hat sich so schnell entwickelt, er hat so ein Filmauge, da hat man am zweiten Tag schon gemerkt, der macht Karriere. Und jetzt ist er schon Kameraassistent.
Sechs bis sieben Minuten – das hört sich ja ganz schön wenig an.
Ja, aber wenn das ein Profi hört sagt er: „Oh Gott, so viel?“ Du musst dir vorstellen: Wir drehen Film. Wir drehen ja nicht Video, wo das Licht und alles schnell geht. Wir müssen Licht setzen. Licht setzen heißt, Du hast drei Leute, den Oberbeleuchter und zwei Beleuchter, die diese riesigen Lampen aufbauen. Der Kameramann sagt genau, wo er das Licht haben will. Das dauert oft eine Stunde, bis alle gut aussehen und keine Ränder haben, bis die Frauen schön sind, und der Raum nicht so abgeklatscht aussieht, sondern so richtig schön mit Licht und Schatten. Währenddessen wird die Schauspielerin eine Stunde geschminkt. Und dann wird geprobt und und und. Und oft musst Du dreimal das Motiv wechseln. Das heißt, dreißig Leute packen alles ein, beladen alle Autos und fahren eine ganz schöne Strecke, Rügen ist ja riesig. Und Du bist natürlich vom Wetter abhängig. Also sind sechs bis sieben Minuten enorm viel.
Wie bist Du Regisseurin geworden?
Ich habe, wie gesagt, eine Ausbildung als Schauspielerin gemacht, aber ich fand immer eins so schade: Du kommst zum Set, hast zwei Drehtage und bist wieder weg. Und ich fand das Drumherum so toll. Und dann habe ich neu angefangen, habe alle Filme abgesagt und ein Praktikum gemacht: Vier Wochen Kamerawerkstatt, vier Wochen Kopierwerk und Continuity/Script gemacht. Nebenbei hab ich zwei Büros geputzt, damals gab’s ja kein Geld für ein Praktikum. Und dann hatte ich das Glück, gleich zwei Regisseure zu treffen, die gesagt haben: „Die nehmen wir als Assistentin.“ Und dann hab ich sieben Jahre lang Assistenz gemacht. Ich sage den jungen Leuten immer, wenn sie zum Film wollen: Man muss dafür brennen. Ich hab zwanzig Jahre fast kein Geld gehabt, immer mit null angefangen. Aber wenn Du den Beruf liebst, ist das das Tollste.
Und was würdest Du jungen Leuten, die sich für den Regieberuf interessieren, noch raten?
Ich rate oft dazu, mit einem Praktikum zu beginnen. Bei manchen Praktikanten siehst Du das Talent sofort. Wir haben einen Kamera-Assistenten bei uns ausgebildet, der hat 2000 bei uns als Material-Assistent angefangen - das ist der zweite Assistent, der den Film wechselt, die Kameras putzt, alles hinhält, macht und tut. Der hat sich so schnell entwickelt, er hat so ein Filmauge, da hat man am zweiten Tag schon gemerkt, der macht Karriere. Und jetzt ist er schon Kameraassistent.
Du kannst meist schon nach einem Tag beurteilen: Das ist einer für den Film oder nicht. Die Leute dürfen auch nicht zu hochnäsig sein. Wir haben manchmal Praktikanten, die sagen: „Ja, aber Kaffee hol ich nicht“. Da sage ich: „Dann kannst Du eigentlich schon zu Hause bleiben“. Beim Film tut jeder alles. Ich hole einen Kaffee für den Kameramann, der bringt mir einen mit. Es fällt etwas runter, Du hebst es auf, Du packst mit an, Du musst immer die Augen auf haben. Als ich anfing, habe ich allen Löcher in den Bauch gefragt, aber ich hab immer geguckt, wann geht es? Es ist wichtig, dass ich auch etwas lernen will und nicht morgens ans Set komme und frage: „Wann gibt's Mittag? Wann ist die Mittagspause?“ Oder: „Oh, ist das langweilig“. Es ist nur langweilig, wenn Du Dir nicht etwas suchst. Ich freue mich immer über Nachwuchs am Set.
Vielen Dank für das nette Gespräch und jetzt wieder ab an die Arbeit!
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Vielen Dank für das nette Gespräch und jetzt wieder ab an die Arbeit!
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